In der Frühe des 4. März 1926 verlassen vier junge Männer aus Kippel ihr Dorf, um sich auf eine Bergtour zu begeben. Die Gruppe besteht aus den drei Brüdern Johann, Cletus und Fidelis Ebener sowie ihrem Nachbarn Max Rieder. Nach mehrstündigem Aufstieg erreichen die Vier planmässig die Lötschenlücke auf 3'200 Metern über Meer. Dann verliert sich ihre Spur – bis zum 27. Juni 2012. An diesem Tag finden englische Alpinisten auf dem Aletschgletscher menschliche Überreste und Utensilien. Die kriminaltechnischen Untersuchungen ergeben, dass es sich bei den Skelettteilen um die drei verschollenen Brüder Ebener handelt. Von ihrem Kollegen Max Rieder fehlt weiterhin jede Spur.
Die Gegenstände der Verunglückten, die der Gletscher 86 Jahre lang mit sich getragen hat, übergeben die Angehörigen dem Lötschentaler Museum: Stöcke, Schuhe, Wadenbinden, Geldbeutel, Sackmesser, eine Tabakpfeife, eine Taschenuhr, ein Feldstecher… Im Rahmen einer Sonderausstellung werden sie erstmals öffentlich gezeigt.