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Stadt am Lötschberg

Goppenstein um 1912

 

Goppenstein 1906-1913

Eine Ausstellung zum Jubiläum 100 Jahre Lötschbergbahn

 

Von 1906 bis 1913 ist Goppenstein Schauplatz lebhaften Treibens. Das Zusammenleben von mehreren Hundert Leuten auf engem Raum stellt die öffentliche Ordnung auf eine harte Probe. Und die plötzliche Nachbarschaft zwischen einer industriellen Grossbaustelle und einem bäuerlich geprägten Alpental wird für beide Seiten zum eigentlichen Kulturschock. Hinzu kommen Lawinen und Unfälle, die für die Beteiligten der Baustelle eine stete Bedrohung darstellen. Umso euphorischer werden 1911 und 1913 die Durchschlags- und Eröffnungsfeiern begangen. Sie markieren die Rückkehr zur gewohnten Ordnung und läuten ein neues Zeitalter ein.

Die Ausstellung setzt den Akzent auf das Leben in Goppenstein zur Zeit des Tunnelbaus. Dabei breitet sie ein ebenso vielgestaltiges wie authentisches Material aus, das aus zahlreichen Institutionen zusammengetragen wurde. Neben den Firmenarchiven der BLS und dem Gemeindearchiv Ferden sind dies insbesondere Filme, Fotos und Gegenstände aus den Beständen des Staatsarchivs Bern, des Geschichtsmuseums  Wallis, des Verkehrshauses Luzern und des Landesmuseums Zürich. Und als besondere Geste der Verbundenheit stellt die Gemeinde Kandersteg eine Fahne der italienischen Tunnelarbeiter zur Verfügung.

Verschollen seit 1926...

 

In der Frühe des 4. März 1926 verlassen vier junge Männer aus Kippel ihr Dorf, um sich auf eine Bergtour zu begeben. Die Gruppe besteht aus den drei Brüdern Johann, Cletus und Fidelis Ebener sowie ihrem Nachbarn Max Rieder. Nach mehrstündigem Aufstieg erreichen die Vier planmässig die Lötschenlücke auf 3'200 Metern über Meer. Dann verliert sich ihre Spur – bis zum 27. Juni 2012. An diesem Tag finden englische Alpinisten auf dem Aletschgletscher menschliche Überreste und Utensilien. Die kriminaltechnischen Untersuchungen ergeben, dass es sich bei den Skelettteilen um die drei verschollenen Brüder Ebener handelt. Von ihrem Kollegen Max Rieder fehlt weiterhin jede Spur.

Die Gegenstände der Verunglückten, die der Gletscher 86 Jahre lang mit sich getragen hat, übergeben die Angehörigen dem Lötschentaler Museum: Stöcke, Schuhe, Wadenbinden, Geldbeutel, Sackmesser, eine Tabakpfeife, eine Taschenuhr, ein Feldstecher… Im Rahmen einer Sonderausstellung werden sie erstmals öffentlich gezeigt.

 

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Agenda

Sam 01.06.2013
Jahresversammlung Förderverein
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Sam 01.06.2013
Vernissage
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Don 20.06.2013
Vernissage "Nahe Ferne"
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