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Sonderausstellung "Das Bietschhorn - ein Berg"

30. Mai 2009 - 4. April 2010

Warum gingen junge Lötschentaler nach 1859 nicht mehr als Söldner nach Neapel, sondern als Bergführer aufs Bietschhorn?

Inwiefern sind die Wildheuer und Gemsjäger die eigentlichen Erfinder des Alpinismus?

Was hat eine Bibel aus dem Jahre 1550 mit dem legendären Bergführer Peter Siegen zu tun?

Welche Rolle spielte Bruder Klaus bei Prior Siegens „Bergprimiz“ von 1940?

Was steckt hinter der Freundschaft zwischen dem Basler Advokaten Dr. Burckhardt-Vischer und dem Blattner Bergführer Theodor Henzen?

Was sagt der heutige Bergführer Pius Henzen zu Leslie Stephens Idee des alpinen Gebirges als „Spielplatz Europas“?

Diese und andere Fragen beantwortet das Lötschentaler Museum in seiner Sonderschau Das Bietschhorn - ein Berg.

Doch will die Ausstellung nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Sehvergnügen bereiten. Als Inbegriff natürlicher Schönheit ist das Bietschhorn längst zum festen Bestandteil der Lötschentaler Kulturgeschichte geworden. Dutzendfach beschrieben, hundertfach gemalt und tausendfach fotografiert gehört die imposante Bergpyramide zum festen Repertoire alpiner Bergästhetik.

Die Darstellung des Bietschhorns in Kunst und Fotografie bildet denn auch einen Schwerpunkt der Sonderausstellung. Von Raphael Ritz’ Bietschhorn aus dem Jahre 1875 bis zu Max Roths bietschhornfraktal von 2008 entfaltet sie ein breites Spektrum möglicher Blicke auf diesen besonderen Berg. Und einen ähnlich weiten Bogen schlägt die Bergfotografie mit Aufnahmen von 1877 bis heute.

Breiten Platz eingeräumt wird sodann der unmittelbaren Bergerfahrung: In einem Film von 1946 demonstriert Bergführer Willy Lehner, wie man regelkonform den Berg erklimmt; die Gipfelkreuze von 1968 und 1990 bezeugen, wie der Mensch auf dem Berg die Nähe Gottes sucht; ein monumentales Bergrelief von 1938 vermittelt den besonderen Blick aus der Vogelperspektive; Ausrüstungsgegenstände von früher und heute dokumentieren die Technik des Bergsteigens; Gästebücher der Bietschhornhütte sowie Gipfel- und Führerbücher lassen erahnen, von welchen Gefühlen der Mensch am Berg ergriffen wird…

Die Ausstellung Das Bietschhorn - ein Berg präsentiert den Alpinismus als ein Kulturphänomen, das weit über das Bergsteigen hinausgeht und das uns letztlich alle angeht.

Raphael Ritz (1829-1894): Bietschhorn, Skzizze
Bruder-Klaus-Bild von 1940, Gipfelkreuz von 1968 und Relief von 1938

Chinigrosslinun

Ein Lötschentaler Winterbrauch

Während der Wintersaison ist im Erdgeschoss eine kleine Ausstellung über einen wenig bekannten Winterbrauch zu sehen. Chinigrosslinun ist im Lötschental der Name für das Dreikönigsbrauchtum. Dabei stellen Jugendliche mit reich geschmückten Kronen und bunt verzierten Holzpferdchen (Chinigrosslini) die drei Weisen dar. Zusammen mit Gaukler (Goigglär) genannten Dienern und den Sängern ziehen sie anlässlich des Dreikönigsfestes (6. Januar) durchs Dorf.

 

Schaukasten
Archiv Lötschental
Agenda

Fr 19.03.2010
Eine Begegnung mit Lydia und Albert Nyfeler
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Sa 15.05.2010
Treffpunkt Tracht
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Sa 29.05.2010
Katholische Bilderwelten
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