Katalog
Landwirtschaft
Acker umbrechen
Albert Nyfeler: Umbrechen des Ackers mit der Breithaue (Hoiwun), Kohlenskizze, 1946.
Die mit bestimmten Arbeiten verbundene menschliche Körperhaltung, hat den Maler Albert Nyfeler dauerhaft beschäftigt. Ein entsprechendes Beispiel ist die Skizze „Umbrechen des Ackers“ aus dem Jahr 1946. Mit diesem Motiv hat sich der Künstler in Dutzenden von Skizzen und Zeichnungen auseinandergesetzt.... [mehr]
Breithaue
Breithaue (Hoiwa), Stiel fehlt, Blatt ungleich abgenutzt (links 29 cm lang, rechts 30,5 cm lang), Schmiedmarke eingestanzt.
Das Umbrechen des Ackers (Hoiwun) besteht vereinfacht gesagt darin, mit der Breithaue (Hoiwa) die obere Erdschicht zu wenden und so den Acker für den Getreide- und Kartoffelanbau vorzubereiten. Bis um 1950 erfolgte diese Arbeit ausschliesslich mit der Br... [mehr]
Getreidemass
Getreidemass, Fischi, Holz mit Eisenring, Brand FT, Schenkung Anna und Maria Tannast, Kippel. Das Brandzeichen FT bezeichnet den einstigen Besitzer Franz Tannast (1852-1932), Kippel.
Mit dem Holzgefäss wurde Gerste und Roggen gemessen. Das Getreide wurde also nicht gewogen, sondern mit einem Hohlmass gleich wie Flüssigkeit gemessen. Dabei wurde das runde Gefäss bis zum Rand gefüllt und in ... [mehr]
Getreideschaufel
Getreideschaufel, zu einem Getreidekasten in einem Speicher von 1658 in Kippel gehörend. Schenkung Paul Murmann, Kippel.
Die Schaufel verläuft leicht konisch und hat eine maximale Breite von 15 cm. Dabei sind vier Holzbrettchen mit Holzdübeln zusammengefügt, der Griff ist aus dem gleichen Holzbrett wie der Boden herausgesägt. [mehr]
Getreidesichel
Getreidesichel mit relativ weiter Eisenklinge und Holzgriff, gerundete Klingenspitze, Kippel, Schenkung Marcel Jaggi, Kippel.
Über den Einsatz der Getreidesichel im Lötschental schreibt der Volkskundler Peter Bretscher 1986 in seiner Lizentiatsarbeit: "Der Getreideschnitt erfolgte bis in die fünfziger Jahre ausschliesslich, in Blatten bis heute mit der Sichel. Zuoberst am Acker wird mit Mähe... [mehr]
Gläkkschtampf
Ausgehöhlter Baumstrunk ("Schtampf") mit schwerem Holzschlegel zur Herstellung von "Gläkk" (Zusatzfutter für das Vieh). Depositum Hugo Rieder, Kippel, 2007. [mehr]
Hauenmesser
Hauenmesser (Hoiwumässer), Holz, Schenkung Peter Ignaz Ebener (*1901), Kippel.
Der 18 cm lange Holzschaber diente dazu, die feuchte Erde von der Haue zu schaben. Der fein geschnitzte Spachtel stellt eher eine Ausnahme dar. In der Regel wurde für diese Tätigkeit spontan ein herumliegendes Stück Holz genommen. [mehr]
Lederseil mit Seilholz
Transportseil aus Leder mit Bindekloben für den Transport von Heuballen (Burdi). Depositum Beat Kluser, Kippel. [mehr]
Schneeschaufel
Schneeschaufel aus Holz, gebraucht in Blatten. Geschenk Erhard und Rita Bellwald-Kalbermatten, Kloten/Blatten. [mehr]
Sense
Sense, bestehend aus Sensenblatt und Worb, Griff abgebrochen. Die Länge des Worbs von lediglich 118 cm weist darauf hin, dass es sich um eine Kindersense handelt. Geschenk Ignaz Bellwald, Kippel. [mehr]
Viehschelle
Kuhschelle (Triichla) mit Lederriemen, 19. Jahrhundert. Die Schelle trägt die Inschrift „François Oreiller à Bagnes en Valais“, wurde also in der Glockenschmiede Oreiller in Bagnes im Unterwallis hergestellt. Die Schelle wirkt relativ klein, stammt aber aus einer Zeit, da das Vieh noch wesentlich kleiner war.
Wegen ihrer guten Eigenschaften bezüglich Klang und Festigkeit genossen die Bagne... [mehr]
Weinfässchen
Weinfässchen aus Eschenholz mit Reifen aus Weiden, mit Lederriemen zum Tragen sowie mit Korkzapfen, eingebrannte Initialen RM sowie beidseits eingebranntes Talwappen (Kreuz). Das im Oberwallis Butilli, Butilla, Batilla, Batilli, Botillu usw. genannte Fässchen diente der Mitnahme von Wein bei der Feldarbeit oder unterwegs. Mehrheitlich wurden die Tragfässchen aus Dauben geküfert. Doch war das im vo... [mehr]
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