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Haus und Wohnung
Ausziehbett
Hohes Elternbett mit daruntergeschobenem Ausziehbett (Guitschi) auf Rädern.
Das Ausziehbett wurde tagsüber unter das Elternbett geschoben, um Platz zu gewinnen für die Tagesaktivitäten. Vor dem Doppelbett stand in der Regel eine Truhe (Chaschtn) für die Bettwäsche, auf der die Wiege stand. Die Mutter konnte so das Kleinkind von ihrem Bett aus besorgen. [mehr]
Bauernstube im Lötschental
Bauernstube im Lötschental, Druckgrafik nach einer Zeichnung von Raphael Ritz, erschienen 1889 im Reiseführer Valais et Chamonix. Vermutlich handelt es sich um die Stube des Bergführers Peter Siegen in Ried, den Raphael Ritz viermal auf einem Gemälde festgehalten hat.
Raphael Ritz (1829-1894) gilt als der bedeutendste Walliser Kunstmaler des 19. Jahrhunderts. Daneben betätigt er sic... [mehr]
Bettdecke
Die um 1720 entstandene Decke zeigt im unteren mittleren Quadrat ein aufgesticktes Wappen mit den Buchstaben PE AM. Sie ist aus Wolle in Leinenbindung mit Stickereien aus Seide und Filoflossfäden hergestellt. Das Futter besteht aus grobem, naturfarbenem Leinen. Die Stoffstücke sind gegeneinander genäht, so dass die Nähte aufstehen. Auf dem zusammengesetzten Stoffgrund sind die Motive in bunter Sei... [mehr]
Bettdecke
Bettdecke, gewoben von den Schwestern Ebener in Eisten. Die Wolle stammt von von Schafen aus der Zucht von Oskar Ebener, Blatten. Versponnen wurde die Wolle in einer Spinnerei im Bernischen. Schenkung Rita Kalbermatten-Ebener, Blatten.
Innerhalb der Berglandwirtschaft spielte die Schafzucht eine wichtige Rolle. Mit der Schafwolle wurden neben Decken auch Stoffe für Kleider hergestellt. [mehr]
Butterlampe
Lampe aus Speckstein, rund, mit Griff zum Herumtragen, oben halbkugelige Höhlung für das Brennmaterial, oberer Rand teilweise abgebrochen, weshalb die Rinne für den Docht nicht mehr sichtbar ist, horizontal und vertikal verlaufende gravierte Zierstreifen.
Aus Stein hergestellte Lampen waren im Wallis und in andern Gebieten des Alpenraums während Jahrhunderten sehr verbreitet. Als Brennmaterial wu... [mehr]
In der Küche
Karl Anneler: „In der Küche“, Feder-Tusche-Zeichnung, um 1915.
Die Zeichnung wurde im 1917 erschienenen Buch Lötschen publiziert. Der begleitende Text von Hedwig Anneler, der Schwester des Zeichners, beginnt wie folgt: „Rauchschwere Nacht um und um. Hat plötzlich Blindheit uns umfangen? ein Berg sich auf uns gesenkt? – Tiefes Schwarz hält uns umschlungen. Doch hinten, dort in der Eck... [mehr]
Krug
Henkelkrug aus Steingut, glasiert, geflickt mit drei Metallhaften, Deckel fehlt. Vermutlich zur Aufbewahrung von Essig genutzt.
Der Krug ist an seinem vorderen Teil zerbrochen und wurde mit Agraffen geflickt. Dabei wurden mit dem Drillbohrer Löcher gebohrt und die Haften angebracht. Diese Art von Reparatur wurde oft von fahrenden Geschirrflickern ausgeübt („Beckibüezer“ oder “Beckiflicker“). ... [mehr]
Mosaikdecke
Die Decke trägt die Jahreszahl 1643 und ist mit dem Monogramm BB EM versehen. Sie ist aus Wolle in Leinenbindung mit Stickereien aus Seide und Filoflossfäden hergestellt und misst 155 cm (Höhe) x 221 cm (Breite). Das Futter besteht aus grobem, naturfarbenem Leinen. Die Decke stammt aus Ferden, von wo sie in den Besitz von Kunstmaler Albert Nyfeler gelangte. Als Depositum der Erben Nyfeler befindet... [mehr]
Radio-Apparat
Rundfunkempfänger „Bambino“ der Firma Deso (Dewald & Sohn AG, Zürich), Röhrenradio für Mittelwellenempfang, Bakelit, Baujahr 1941-42. Benutzt von den Familien Ignaz und Johanna Bellwald-Rieder sowie Viktor und Josefa Bellwald-Meyer in Kippel.
Der Radio-Apparat soll 1948 anlässlich der Einführung der AHV als Geschenk Ignaz Bellwald (1874-1957) in Kippel überreicht worden sein. Vermutlich ... [mehr]
Weihwassergefäss
Weihwassergefäss aus Speckstein (Steatit, Giltstein), Kerbverzierungen, Höhe 8.5 cm, ehemalige Sammlung Nyfeler, Kippel.
Das Weihwasser ist das wichtigste Segensmittel der katholischen Kirche, weshalb neben sakralen Orten wie Kirchen, Kapellen und Friedhöfen auch der private Bereich der Wohnung mit entsprechenden Gefässen ausgestattet wird. Die Gläubigen benutzen das Weihwasser, i... [mehr]
Weinfass "Holätsch"
Weinfass, hergestellt aus einem einzigen Baumstamm, datiert 1857, Schenkung Karl Wyder, Leuk Stadt.
Das Weinfass stammt aus Wiler im Lötschental und stand zur Aufbewahrung des Weins im Keller. Bis ins 20. Jahrhundert hinein besassen Lötschen-taler in Salgesch und Umgebung eigene Reben. Der Grossteil des Weins wurde allerdings im Rhonetal gekauft. [mehr]
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